Vortrag mit Film: Wandlungen - Richard Wilhelm und das I Ging

Am Abend des 16. Dezember fand der Vortrag mit Film über den Übersetzer Richard Wilhelm in der Deutschen Bibliothek statt. Der Vortrag, der vom Institut für Geisteswissenschaften und der Deutschen Bibliothek veranstaltet wurde, war gut besucht. Die Vorträge waren informativ und disziplinübergreifend. Angesprochen wurden sinologische, philosophische und translatorische Themen.

Richard Wilhelm hat mehr als 20 Jahren in China verbracht. Er hat Schule und Krankenhäuser in China gebaut und klassische chinesische Werke ins Deutsche übersetzt, wie z. B. das Tao Te King, Die große Lehre, Gespräche des Konfuzius u.v.a.m. Das I Ging ist sein bedeutendste Werk. In der Geschichte des Kulturaustauschs zwischen China und dem Abendland hat er viel beigetragen. Er verbreitete die klassische chinesische Literatur nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. Die von ihm in Qingdao betriebene Dehua Universität wurde während des Krieges zwischen Japan und Deutschland 1914 geschlossen, weswegen die 43 Studenten in die Deutsche Medizinschule für Chinesen in Shanghai, die heutige Tongji-Universität, umziehen mussten.

Nachdem einige wichitige Teile des von Bettina Wilhelm, der Enkelin von Richard Wilhelm, gedrehten Films Wandlungen gezeigt worden waren, haben Prof. Dr. LI Shuangzhi aus der Deutschen Abteilung der Fudan Universität und Prof. Dr. FAN Jing von der Pädagogischen Universität Ostchina einen Vortrag gehalten. Die Moderation übernahm a.o. Prof. Dr. YU Mingfeng von der Philosophischen Abteilung.

Über Richard Wilhelm, das I Ging und seine Ansichten über China und den Romantismus wurde intensiv diskutiert. Weitere Informationen über Richard Wilhelm und seine akademischen Errungenschaften sind in vielen Werken zu finden, u.a. in Richard Wilhelm und die Sinologie.

 

 

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