Aktuelles

Die Wannseekonferenz – Filmabend zur Geschichte und Verantwortung


Knapp 20 Teilnehmende kamen am 22. Oktober 2026 im Rahmen der Deutschen Wochen an der Tongji-Universität zur Vorführung des Films „Die Wannseekonferenz“ zusammen. Der Abend wurde in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und der studentischen NG-Filmvereinigung der Tongji organisiert.

Vor Beginn der Vorführung begrüßte Dominik Sprenger, Leiter Chinesisch-Deutscher Campus, die Anwesenden mit einigen einleitenden Worten. Die Umsetzung übernahm Qian Qingqing, Studentin und Mitglied der NG-Filmvereinigung, mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Bibliothek.

Der 2022 veröffentlichte Film von Regisseur Matti Geschonneck rekonstruiert die Besprechung vom 20. Januar 1942 in einer Villa am Berliner Wannsee. Unter dem Vorsitz von Reinhard Heydrich kamen dort führende Vertreter der SS, der NSDAP und verschiedener Ministerien zusammen, um die europaweite Deportation und Ermordung der jüdischen Bevölkerung zu koordinieren. Der Völkermord hatte zu diesem Zeitpunkt bereits begonnen. Die Konferenz markierte daher nicht seinen Anfang, sondern die Abstimmung der beteiligten Behörden bei seiner weiteren Umsetzung.

Auf Grundlage des überlieferten Besprechungsprotokolls und weiterer historischer Dokumente konzentriert sich der Film auf die Gespräche der Täter. Als Kammerspiel zeigt er, wie Zuständigkeiten, Verwaltungsabläufe und organisatorische Fragen verhandelt werden, während es um das Leben von Millionen Menschen geht. Gerade der Gegensatz zwischen dem scheinbar sachlichen Ton und dem menschenverachtenden Gegenstand der Besprechung macht die Darstellung beklemmend.


Dominik Sprenger, Leiter Chinesisch-Deutscher Campus, begrüßt die Teilnehmenden vor der Filmvorführung.

Qian Qingqing von der studentischen NG-Filmvereinigung, die den Abend mit Unterstützung der Deutschen Bibliothek umsetzte.

2016 Copyright