Am 27. Oktober 2026 besuchten Erstsemesterstudierende der Chinesisch-Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften (CDHAW) der Tongji-Universität das Siemens-Innovationszentrum in Shanghai. Der Besuch verband Einblicke in industrielle Technologien mit Fragen zur Studien- und Berufsorientierung.
Im Showroom lernten die Studierenden Anwendungen digitaler Zwillinge, industrieller künstlicher Intelligenz und vernetzter Produktion kennen. Eine automatisierte Kaffeestation und Roboter zur Objekterkennung und zum Greifen veranschaulichten die Technik. Beispiele aus Automobilproduktion, Schienenverkehr und Gebäudeinfrastruktur zeigten weitere Einsatzfelder.
Anschließend erläuterte Siemens-Vertriebsmitarbeiter Lü Zhi die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen im Unternehmen. Die Studierenden stellten zahlreiche Fragen zu KI-Kompetenzen, Praktika, Berufseinstieg und Entwicklungsmöglichkeiten. Beim Einsatz industrieller KI, so Lü Zhi, zählten vor allem praktische Eignung, Sicherheit und nachvollziehbare Ergebnisse. Er empfahl, komplexe technische Probleme systematisch zu zerlegen, KI-Werkzeuge gezielt einzusetzen und deren Ergebnisse kritisch zu prüfen. Fachliche Urteilskraft bleibe dabei entscheidend.
Für die Studierenden machte der Besuch Verbindungen zwischen Studium und Beruf sichtbar – von Mechatronik und Fahrzeugtechnik bis zur intelligenten Gebäudetechnik. Zugleich wurde deutlich, wie technische Grundlagen, Sprachkenntnisse und interkulturelle Kommunikation im Arbeitsalltag zusammenwirken.

Die Besuchsgruppe der CDHAW im Siemens-Innovationszentrum in Shanghai.
Erläuterungen zu digitalen Technologien beim Rundgang durch den Showroom.
Die Studierenden beobachten die automatisierte Kaffeestation.
Ein Teilnehmer betrachtet die Roboteranlage zur Objekterkennung und zum Greifen.
Siemens-Vertriebsmitarbeiter Lü Zhi gibt Einblicke in das Unternehmen.
Siemens-Vertriebsmitarbeiter Lü Zhi im Austausch mit den Teilnehmenden.