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Marcus Müller über Wortbedeutung und künstliche Intelligenz


Wie lässt sich erkennen, ob ein Wort im Alltag oder als Fachbegriff verwendet wird? Dieser Frage widmete sich Prof. Dr. Marcus Müller von der Technischen Universität Darmstadt am 14. Oktober 2026 an der Tongji-Universität. Der Vortrag im Rahmen der Deutschen Wochen fand im Raum 518 des Huiwen-Gebäudes statt und wurde von Li Shasha, stellvertretender Leiterin der Deutschen Fakultät, moderiert.

An Beispielen aus einem Forschungsprojekt zur Sprache der internationalen Beziehungen zeigte Müller, wie Textsammlungen und künstliche Intelligenz bei der Untersuchung von Wortbedeutungen zusammenwirken. Ein Wort kann je nach Zusammenhang unterschiedliche Bedeutungen annehmen; auch zwischen Fachsprache und Alltagssprache sind die Grenzen oft unscharf.

Müller erläuterte, wie menschliche und maschinelle Zuordnungen verglichen werden und weshalb klare Regeln sowie die Prüfung durch Fachleute notwendig bleiben. Fehler eines Modells können dabei auf schwierige begriffliche Grenzen hinweisen. In der anschließenden Diskussion ging es unter anderem um den Aufbau von Textkorpora, die Nachvollziehbarkeit von Modellergebnissen und den Umgang mit mehrdeutigen Begriffen.


 Begrüßung zu Beginn des Vortrags im Huiwen-Gebäude.


 Marcus Müller erläutert die Abgrenzung unterschiedlicher Wortbedeutungen.


 Gruppenfoto im Anschluss an den Vortrag.

 Bildquelle / 图片来源 · Deutsche Fakultät der Tongji-Universität / 同济大学德语系


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