Am 16. Juni besuchte die Rektorin der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Angelika Epple, mit einer Delegation die Tongji-Universität. Der Präsident der Tongji-Universität, Prof. Y ang Jinlong, sowie der Vizepräsident Li Xiangning empfingen die Delegation nacheinander zu offiziellen Gesprächen. Beide Seiten führten einen vertieften Austausch zu den Themen rechtswissenschaftliche Kooperation, interdisziplinäre Studienentwicklung sowie gemeinsame Ausbildung von Talenten und erzielten einen breiten Konsens über den Aufbau einer langfristig stabilen Kooperationsbeziehung.
Yang Jinlong betonte, dass die Tongji-Universität auf eine über hundertjährige Kooperation mit Deutschland zurückblicke und die Zusammenarbeit mit Deutschland ein zentrales Merkmal ihrer Internationalisierungsstrategie darstelle. Derzeit treibe die Universität aktiv ihre Transformation in Richtung „Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Integration“ voran und fördere die interdisziplinäre Vernetzung von Ingenieur-, Medizin-, Natur- und Geisteswissenschaften. Die Universität Bielefeld, als herausragender Vertreter der modernen deutschen Universitäten, verfüge insbesondere in den Bereichen interdisziplinäre Forschung, digitale Gesellschaft und Ethik der Künstlichen Intelligenz über deutliche Stärken, wodurch sich ein großes Kooperationspotenzial eröffne.
Epple würdigte die akademische Stärke und internationale Reputation der Tongji-Universität und stellte die Besonderheiten sowie Forschungsschwerpunkte der Universität Bielefeld vor. Sie betonte, dass Bielefeld der internationalen Ausrichtung große Bedeutung beimesse und insbesondere die Zusammenarbeit mit führenden chinesischen Universitäten schätze. Sie unterstütze die von Präsident Yang vorgeschlagenen Kooperationsideen und sehe eine hohe inhaltliche Übereinstimmung insbesondere in den Bereichen Rechtswissenschaft, interdisziplinäre Forschung sowie Austausch junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie hoffe auf den baldigen Start konkreter Kooperationsprojekte, um die Hochschulzusammenarbeit zwischen China und Deutschland auf eine neue Ebene zu heben.

Vizepräsident Li Xiangning gab während der Gespräche einen umfassenden Überblick über die Entwicklungsgeschichte, die Fächerstruktur sowie die deutsch-chinesischen Kooperationsleistungen der Tongji-Universität und leitete anschließend die thematische Fachsitzung der juristischen Fakultäten beider Universitäten.

Während des Besuchs besuchte die Delegation außerdem die Chinesisch-Deutsche Hochschule (CDH) der Tongji-Universität und führte mit Verantwortlichen der CDH, des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs (CDHK), des Chinesisch-Deutschen Instituts für Internationales Wirtschaftsrecht sowie des Chinesisch-Deutschen Campus vertiefte Gespräche über konkrete Kooperationsmechanismen.

Zur Delegation gehörten unter anderem die Prorektorin für Internationales, Diversität und Gesellschaft der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Michaela Vogt, sowie Prof. Dr. Paul T. Schrader, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Recht der Digitalisierung und Innovation. Seitens der Tongji-Universität nahmen Vertreter der Juristischen Fakultät, der CDH, des CDHK sowie des Chinesisch-Deutschen Instituts für Internationales Wirtschaftsrecht an den Gesprächen und Aktivitäten teil.