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KI stärkt die Berufsbildung und unterstützt die digitale Transformation von Unternehmen: Deutsch-chinesisches Lehrprojekt präsentiert Ergebnisse in Taicang


Am 16. Juli 2026 präsentierten das Chinesisch-Deutsche Institut für Berufsbildung (CDIBB) der Tongji-Universität und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg in der AHK Academy Taicang die Ergebnisse ihres deutsch-chinesischen Kooperationsprojekts zur KI-Bildung im Sommersemester 2026. Die AHK Academy wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern (AHK) und der Stadt Taicang aufgebaut und ist die erste mit einem eigenen Standort betriebene Einrichtung für duale Berufsbildung dieser Art in China. An der Präsentation nahmen Studierende und Lehrende aus beiden Ländern sowie Vertretungen der Staatlichen Berufsschule III Bamberg Business School, der AHK und des Partnerunternehmens KERN-LIEBERS teil.



Mit dem gemeinsamen Lehrprojekt vertieften die beiden Hochschulen ihre langjährige Zusammenarbeit und weiteten sie erstmals auf die gemeinsame Lehre und die Entwicklung einer Lehrveranstaltung aus. Das Projekt startete im April 2026. Im Mittelpunkt des Kursmoduls Fachdidaktik stand die Frage, wie künstliche Intelligenz die betriebliche Aus- und Weiterbildung unterstützen kann. Insgesamt nahmen 28 Studierende teil, darunter zwölf aus Deutschland und 16 aus China. Drei Monate lang arbeiteten sie in gemischten deutsch-chinesischen Teams online an ihren Untersuchungen und Konzepten.

Ausgangspunkt waren die konkreten Anforderungen, mit denen betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder im Zeitalter künstlicher Intelligenz konfrontiert sind. Die Studierenden konzentrierten sich darauf, digitale und didaktische Kompetenzen zu stärken, und entwickelten drei praxisorientierte, KI-gestützte Weiterbildungskonzepte:

1.    Workshop zur Produktion von KI-Videos: Das Konzept unterstützt betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder dabei, mithilfe virtueller Avatare und generativer KI-Werkzeuge KI-basierte Lernvideos zu erstellen.

2.    Konzept zur Unterstützung des Peer-Learnings: Digitale Kurzformate wie Kurzvideos und Microlearning-Videos beziehungsweise Reels sollen den Wissensaustausch und das gemeinsame Lernen unter Auszubildenden fördern.

3.    Einführungsworkshop zu didaktischen Funktionen von KI: Der Workshop stellt zentrale Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz in Lehr- und Lernprozessen systematisch vor, darunter Unterstützung bei Recherchen, Aufbereitung von Informationen, Entscheidungshilfen und Erstellung von Inhalten.



Damit die Konzepte den tatsächlichen Anforderungen der Unternehmen entsprechen, tauschten sich die studentischen Teams während des Projekts mehrfach mit betrieblichen Ausbilderinnen und Ausbildern aus. So konnten sie die Bedürfnisse der betrieblichen Praxis berücksichtigen und prüfen, ob sich ihre Weiterbildungskonzepte in bestehende Ausbildungssysteme integrieren lassen.




Bei der Abschlussveranstaltung stellten die Teams ihre Konzepte den Vertretungen der Unternehmen, der Bamberg Business School und der AHK sowie den Lehrenden beider Hochschulen vor. Anschließend erhielten sie Rückmeldungen und Bewertungen aus der Praxis. Die AHK stellte die Räumlichkeiten bereit und unterstützte die Veranstaltung fachlich. Damit wurde die Verknüpfung von Berufsbildung und betrieblicher Praxis unmittelbar im Projekt umgesetzt.

Das gemeinsame Lehrprojekt bot den deutschen und chinesischen Studierenden die Möglichkeit, interkulturelle Zusammenarbeit praktisch zu erleben und ihre fachlichen Kompetenzen in der digitalen Didaktik und beim Einsatz von KI in der Berufsbildung zu vertiefen. Zugleich erhielten die beteiligten Unternehmen durch die studentischen Konzepte neue Anregungen für die Weiterentwicklung ihrer Aus- und Weiterbildung.



Das Chinesisch-Deutsche Institut für Berufsbildung der Tongji-Universität und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg wollen ihre Zusammenarbeit in der Qualifizierung von Lehrkräften und Ausbildungspersonal für die Berufsbildung weiter vertiefen. Darüber hinaus möchten sie neue Möglichkeiten für gemeinsame Lehrveranstaltungen, Forschungskooperationen und die stärkere Verzahnung von Bildung und betrieblicher Praxis erschließen.


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